Freiwillige Feuerwehr Weinböhla


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Jugendfeuerwehr

Jugendfeuerwehrwart

Frank Ricklin

stellvertretender Jugendfeuerwehrwart

Kai Walther



Junge Helfer an der Strecke

Der Einsatz ist zwar nicht gefährlich, fordert aber trotzdem viel Verantwortung. Wenn es gilt, 3.000 Weinlauf-Teilnehmer in die richtige Richtung zu leiten, muss jede Auskunft stimmen. Nach links oder nach rechts? Welcher Weg führt an der Bosel zum nächsten Verpflegungspunkt? Wo muss ich am Seußlitzer Schloss Richtung Weinberge abbiegen? „Manche Punktesind knifflig“, sagt Frank Ricklin. „An diesen Stellen sehen dann unsere Leute.“

Feuerwehr-Nachwuchs ist dabei


„Unsere Leute“: Das ist der Feuerwehr-Nachwuchs aus Meißen, Weinböhla und Niederau. Die Mädchen und Jungen von drei der Jugendfeuerwehren sorgen Jahr für Jahr dafür, dass die Teilnehmer beim „Weinlauf“ auf den festgelegten Strecken bleiben. Das Engagement der jungen Brandschützer für den Weinlauf begann mit einer Absprache unter Kollegen, erinnert sich Frank Ricklin. Der Feuerwehrmann und Jugendwart der Weinböhlaer Wehr ist im Hauptberuf

Eine starke Truppe: Den Einsatz beim Weinlauf nutzen die Jugendwehren zum Üben

Fahrdienstleiter bei der Verkehrsgesellschaft Meißen. Das Nahverkehrsunternehmen unterstützt den jährlichen „Elbtal-Weinlauf“. Sein Chef Rolf Baum ist Triathlet, Mitglied im Sportverein Elbland Coswig – Meißen und einer der Chef-Organisatoren des Laufsport-Ereignisses. „Er hat angefragt, ob die jungen Feuerwehrleute nicht als Streckenposten zur Verfügung stehen könnten“, erinnert sich Frank Ricklin.

In Teamarbeit


Normalerweise drehe sich die Ausbildung bei der Jugendfeuerwehr um die klassischen Aufgaben des Brandschutzes, erklärt Ricklin. Retten, Bergen, Löschen, Schützen: Das lernt der normale Nachwuchs ab dem Alter von 10 Jahren Schritt für Schritt kennen. „Jugendwehren sich aber auch Gruppen, in denen es um Teamarbeit, Zusammenhalt und Verantwortung geht.“ Bei Fahrten oder Zeltlagern lernten die Mädchen und Jungen, was das bedeute – oder bei Einsätzen wie denen zum „Elbtal-Weinlauf“.

Etwa 30 Mitglieder von den drei Jugendwehren seien da vor Ort. Die Mädchen und Jungen freuten sich auf das jährliche Ereignis und planten es genau. Auch das ist ganz im Sinne von Jugendwart Frank Ricklin: Umsicht gehört schließlich zu den Tugenden, auf die es bei der Feuerwehr ankommt. Immer zwei Jugendfeuerwehrleute seien ein Streckenposten und wiesen den Läufern dort den richtigen Weg, wo die Streckenführung nicht auf den ersten Blick zu erkennen ist. „Ein Streckenposten ist meist mit einem jüngeren und einem älteren Jugendwehr-Mitglied besetzt. Die jüngeren lernen von den älteren.“ Es ist keine leichte Aufgabe, die der Feuerwehrnachwuchs übernimmt. Ihr Dienst – natürlich in Feuerwehr-Uniform – beginnt schon lange bevor für die Weinlauf-Teilnehmer der Startschuss fällt. „Ab 8.30 Uhr sind die Streckenposten an ihren Einsatzpunkten“, sagt Frank Ricklin. Gut vorbereitet, denn wenn die Läufer kommen, ist volle Konzentration gefragt. „Unsere Posten weisen dort, wo es etwas unübersichtlich ist, den Weg. Sie sperren zwar keine Straßen ab, haben aber trotzdem viel zu tun. Die Weinlauf-Teilnehmer haben viele Fragen zu den Strecken – und die sollten unsere Leute beantworten können.“

Musste der Feuerwehr-Nachwuchs beim „Weinlauf“ denn schon gefährliche Situationen meistern? Nicht wirklich gefährliche, aber solche, bei denen schnelle Hilfe und Umsicht gefragt waren, sagt Frank Ricklin. „Es kam natürlich schon vor, dass zum Beispiel Läufer stürzten.“ Die Streckenposten riefen dann, wenn nötig, Hilfe und wiesen den Sanitätern in den Weinbergen den Weg. Auch da zeigt sich: Hilfe ist Teamarbeit. Der Einsatz beim „Elbtal-Weinlauf“ braucht außerdem Stehvermögen. Erst wenn am Nachmittag gegen 16.00 Uhr fast alle Läufer wieder im Ziel angekommen sind, dürfen die Streckenposten Feierabend machen.

Trotzdem: „Der Einsatz ist beliebt“, sagt Frank Ricklin. „Unser Nachwuchs bekommt dabei etwas anderes zu sehen, als das Gerätehaus. Dazu kommt, dass wir dabei auch die Arbeit der Jugendfeuerwehr präsentieren können.“ Brandschutz brauche Nachwuchs und dazu könne Werbung nicht schaden – am besten mit freundlichen und kompetenten Mädchen und Jungen. „Selbstverständlich sind wir auch in diesem Jahr beim „Elbtal-Weinlauf“ wieder mit dabei.“


Das Jahr über ist für die Mitglieder der Jugendfeuerwehren regelmäßiges Training angesagt. Zur Entspannung gibt es im Sommer auch Fahrten und Zeltlager.



von links nach recht:
Arnold, Martin - Ricklin, Kevin - Graf, Dominik - Weyers, Markus - Uebigau, Toni - Mehner, Andreas - Friedrichs, Philipp - Fritzsche, Christian - Kaiser, Christoph - Stoy, Marcel - Schulze, Martin - Irmer, Michelle - Schöne, Felix - Vick, Hannes - Tamme, Rene´ - (keine Angabe)

Es Fehlt: Bily, Robin

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